Sichere Passwörter
Schnell eine E-Mail versenden, zeitunabhängig von zuhause aus Bankgeschäfte erledigen oder online Ware bestellen. Internetbasierte Technologien und Anwendungen im Netz haben den Alltag verändert und neue Möglichkeiten eröffnet. Internetkriminelle nutzen solche Gelegenheiten gezielt aus. Um ihnen beispielsweise den Zugang auf E-Mail-Konten oder Online-Banking zu erschweren, sollten daher konsequent sichere Passwörter eingesetzt werden. Damit lässt sich unberechtigter Zugriff auf sensible Daten wirksam verhindern und Risiken wie Betrug und Identitätsdiebstahl werden deutlich reduziert. Leider sind damit die Zeiten einfacher und kurzer Passwörtern mit simplen Zahlenabfolgen vorüber.
Wirksamer Schutz erfordert heute starke, also komplexe und einzigartige Passwörter. Zusätzlich erhöht eine Zwei-Faktor-Authentifizierung die Sicherheit, während ein Passwort-Manager bei der Erstellung und Verwaltung solcher Zugangsdaten unterstützt.
Starke Passwörter sind kompliziert
Wer bei der Passwortvergabe nachlässig ist, erleichtert Internetkriminellen den Zugriff auf sensible Daten. Bei immer leistungsfähigerer Hardware zum Knacken von Passwörtern dauert es noch gut eine halbe Minute bis ein 8 Zeichen kurzes, ausschliesslich aus Zahlen bestehendes Kennwort geknackt wird.
Deutlich sicherer sind somit Passwörtermit mindestens 12 oder mehr Zeichen, die Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen in zufälliger Reihenfolge kombinieren. Kein(!) sicheres Passwort wären somit Begriffe aus dem Lexikon, Namen von Familienmitgliedern und Haustieren oder Geburtsdaten und Postleitzahlen. Ebenso wenig bietet das Anfügen von Ziffern oder Sonderzeichen an den Anfang oder ans Ende eines ansonsten schwachen Kennworts ausreichend Schutz.
Für jeden einzelnen Zugang sollte ein einzigartiges und eigenes Passwort verwendet werden, um das Risiko bei einem möglichen Datenleck zu minimieren. Zudem ist es wichtig, nach dem Kauf oder bei Übernahme eines Gerätes unverzüglich vordefinierte Initialpasswörter durch starke, individuelle Kennwörter zu ersetzen.
Für erhöhten Schutz und bessere Übersicht: Zwei-Faktor-Authentifizierung und Passwort-Manager
Die Schutzwirkung eines möglichst starken Passwortes lässt sich durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung deutlich erhöhen. Wird die Zwei-Faktor-Authentifizierung eingesetzt, wirkt eine weitere Sicherheitsebene. Dabei bildet das Passwort den ersten Faktor, während der zweite Faktor beispielsweise ein Fingerabdruck, ein per SMS oder per E-Mail übermittelter Code oder ein Generator für Transaktionsnummern sein kann. Wo immer möglich, sollte diese zusätzliche Sicherheitsebene der Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt werden. Wichtig ist dabei, dass die beiden Faktoren immer von unterschiedlichen Geräten stammen – etwa indem die Anmeldung am Computer erfolgt und der Bestätigungscode über das Mobiltelefon empfangen wird.
Allerdings kann bei der grossen Anzahl an verschiedenen Passwörtern schnell die Übersicht verloren gehen. Hier hilft ein Passwort-Manager. Ein Passwort-Manager verwahrt Kennwörter und Benutzernamen mit einer Verschlüsselung, so dass nicht jedes einzelne Passwort im Gedächtnis behalten werden muss. Darüberhinaus hilft der Passwort-Manager bei der Erstellung sicherer Passwörter. Der Zugriff auf den Passwort-Manager selbst erfolgt über ein sogenanntes «Masterpasswort». Dieses sollte man sich allerdings besonders gut merken. Zudem ist zu berücksichtigen, dass bei einem erfolgreichen Cyberangriff auf einen Passwort-Manager sämtliche gespeicherten Kennwörter auf einmal kompromittiert werden können.
Haben Sie Fragen zur Verwaltung von Passwörtern? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.